Länderbericht

Berufliche Ausbildung in Großbritannien: Berufliche Ausbildung hat im Vereinigten Königreich eine lange Tradition und ist definiert als bezahlte Vollzeitbeschäftigung. Die Ausbildung durchläuft derzeit eine große Reform, die von der Regierung durchgeführt wird und in der die Arbeitgeber die treibende Kraft für die Entwicklung neuer Ausbildungsstandards und die Einstellung des Ausbildungsanbieters sind.

Diese Reform ist Teil eines umfassenderen Plans zur Verbesserung der Qualität und Quantität von Ausbildungsplätzen und insbesondere zur Unterstützung der Entwicklung eines höheren Ausbildungsniveaus. Um mehr über die aktuelle Reform, die Unterstützungsdienste und die Ergebnisse der Umfrage zu Unternehmensanforderungen in Bezug auf die Anwerbung und Ausbildung von Auszubildenden zu erfahren, können Sie den vollständigen Bericht herunterladen.

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In Deutschland gab es im Jahr 2015 mehr als 500.000 Ausbildungsverträge und 431.121 Ausbildungsbetriebe. Zum einen zeigen Statistiken 544.188 angebotene Ausbildungsplätze, zum anderen 40.960 unbesetzte Ausbildungsplätze. 20.700 Bewerber/innen bekamen keinen Ausbildungsplatz.

Mittels eines Fragebogens in sieben europäischen Ländern führte das SERFA-Projekt Anfang 2017 eine Umfrage durch, um die Bedarfe von Unternehmen in Fragen der betrieblichen Ausbildung zu untersuchen. Die Zielgruppe der Umfrage in Deutschland waren kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Die Umfrage richtete sich sowohl an Unternehmen, die derzeit oder in der Vergangenheit Lehrstellen angeboten haben, als auch an Unternehmen, die noch nie ausgebildet haben. Insgesamt wurden 56 deutsche KMUs nach ihren Gründen für und gegen das Angebot einer betrieblichen Ausbildung befragt. Die Daten wurden in diesem Bericht zusammen mit relevanten wissenschaftlichen Grundlagen aufbereitet.

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Der gesetzliche Rahmen in Slowenien sieht eine praktische Ausbildung am Arbeitsplatz als integralen Bestandteil von Bildungsprogrammen im Sekundarbereich II vor und besagt, dass ein Teil aller Ausbildungsprogramme in Unternehmen durchgeführt wird. Im Sekundarbereich II gibt es 4 Arten von praktischen Ausbildungsprogrammen, deren Dauer je nach Art des Bildungsprogramms variiert. Das betriebliche Lernsystem in Slowenien durchläuft derzeit eine umfassende Reform, bei der ein neues Lehrlingsmodell als Teil des großen ESF-Projekts "Reform der Berufsbildung in der Sekundarstufe II 2016-2021" entwickelt und erprobt wird. Vier Ausbildungsprogramme werden im Schuljahr 2017/2018 eingeführt, vier weitere kommen nächstes Jahr hinzu. Dies Programme und Konzepte sollen bestimmte Sektoren mit Berufen mit geringer Nachfrage unterstützen. Neben dem Lehrmodell wird auch ein individualisiertes schulbasiertes Modell entwickelt. Die Pilotierung wird 2021 abgeschlossen. Für mehr Informationen, laden Sie bitte den vollständigen Bericht herunter.

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In Spanien ist die duale Ausbildung (Bereichen Bildung und Beschäftigung) ein Schlüsselfaktor der nationalen Politik zur Förderung der Jugendbeschäftigung als Reaktion auf die Wirtschaftskrise 2012. Im Rahmen der Beschäftigung ermöglichen die Ausbildungsverträge jungen Menschen bis zum Alter von 25 Jahren (oder 30 im Rahmen einer hohen Jugendarbeitslosigkeit), in einem Unternehmen und in Ausbildungszentren ausgebildet zu werden, um einen zertifizierten Berufsabschluss zu erhalten. Das letztendliche Ziel dieser Maßnahme besteht darin, die spätere Einstellung junger Menschen in Unternehmen zu erleichtern.

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Die Lehrlingsausbildung ist in Österreich auf der Sekundarstufe II ein zentraler Bestandteil des Bildungssystems. Die Lehrlingsausbildung ist eine Kombination aus zwei Lernorten: An der Berufsschule findet der theoretische Teil der Ausbildung (20%) und in Lehrbetrieben findet die praktische Ausbildung (80%) statt.

Öffentliche Einrichtungen (Ministerien, Arbeitsmarktservice) als auch Einrichtungen der Sozialpartner bieten eine hohe Bandbreite an Unterstützung für Ausbildungsbetriebe in finanziellen, organisatorischen, gesetzlichen und ausbildungsbezogenen Aspekten an, um die Qualitätsentwicklung in der Lehrlingsausbildung zu befördern. Dennoch ist beobachtbar, dass sich vor allem kleinere und mittlere Betriebe aus der Lehrlingsausbildung zurückziehen. Teilweise kann dies durch einen Mangel an Informationen über die Vorteile von Lehrlingsausbildung ebenso wie an Beratung und Unterstützung erklärt werden.

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Griechenland: Eine sehr nützliche Information, die durch die Umfrage gewonnen wurde, betrifft die Hauptprobleme / Herausforderungen, mit denen sich Unternehmen während des Lehrverfahrens konfrontiert sehen. Die Hauptprobleme sind:

• Die grundlegenden schulischen Kompetenzen der Bewerber/innen waren / sind nicht ausreichend

• Das praktische Verständnis oder die grundlegenden praktischen Fähigkeiten der Bewerber waren / sind nicht ausreichend

• Es gab / gibt keine / zu wenige Bewerber

• Die persönlichen / sozialen Kompetenzen der Bewerber waren / sind nicht ausreichend

• Der Mangel an Wissen darüber, wie man die richtigen Bewerber wählt

• Der Mangel an Ressourcen und die zeitraubende Dimension der Lehrlingsausbildung

• Der Mangel an Wissen darüber, wie man den Bewerbungsprozess teilt und sich an die Bewerber wendet

Folgende Unterstützungsbedarfe wurden ermittelt:

• Unterstützung, Information und Beratung für Finanzierungsmöglichkeiten

• Unterstützung bei der formalen Abwicklung der Lehrzeit (Lehr- oder Praktikumsvertrag, Versicherungsmeldungen, Vergütung)

• Vorauswahl der Bewerber

• Informationen zum Inhalt der Lehrstelle

• Brokerage-Beratung (Abschluss der Ausbildung / Skills müssen Analyse)

• Unterstützung bei der Vorbereitung / Durchführung von Bewerbungsprozessen

• Unterstützung und Information für die Organisation von Ausbildungsallianzen für die Ausbildung

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In Frankreich basiert das System der berufliche Ausbildung auf Folgendem:

- Die Tätigkeit des Auszubildenden in einer Organisation (Firma ...);

- Nach einem Lehrplan, der notwendigerweise zu einem Diplom in einem bestimmten Ausbildungszentrum führt, d.h. einem CFA (möglicherweise einschließlich eines anderen Ausbildungszentrums, das eine Akkreditierung durch das CFA erhalten hat);

- Ein spezifischer Vertrag: der Lehrvertrag.

Die derzeitige Regierung hat sich zu einer Veränderung des Lehrlingsrahmens verpflichtet. Ziel ist es, diesen Sektor auf das gleiche Niveau zu bringen, wie es in Europa möglich ist. Die Arbeitsministerin, Muriel Pénicaud, startete am 10. November 2017 eine vorläufige Konsultation. Ein Abschlussbericht ist für Februar 2018 geplant.

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Der polnische nationale Forschungsbericht bietet interessante Einblicke in das Ausbildungssystem in Polen: Definition, rechtlicher Rahmen, Besonderheiten, finanzielle Auswirkungen sowie Unterstützungsdienste für Unternehmen, um das Engagement der Arbeitgeber in Ausbildungsprogrammen zu erhöhen. Außerdem werden die Ergebnisse einer Umfrage vorgestellt, die mit KMU zu ihren Erfahrungen, Bedürfnissen und Herausforderungen im Bereich der betrieblichen Ausbildung durchgeführt wurde.

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