Berichte

Das Hauptziel des SERFA-Projekts ist die Entwicklung von Instrumenten zur Unterstützung von Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen bei der Einstellung von Auszubildenden.

Zu diesem Zweck mussten die Rahmenbedingungen für die Einstellung und Ausbildung von Auszubildenden in den verschiedenen Ländern ermittelt werden. Die Forschungsergebnisse zeigen drei unterschiedliche Trends zwischen Ländern mit einem historisch gut etablierten Rechtsrahmen (Österreich und Deutschland), Ländern, die vor kurzem die betriebliche Ausbildung eingeführt haben (Griechenland, Slowenien, Spanien, Polen) und Ländern, in denen Ausbildung durch eine große Reform eine lange Tradition hat (Vereinigtes Königreich und Frankreich).

Unter Bezugnahme der CEDEFOP-Definition unterscheiden sich die Ausbildungsregelungen von Land zu Land wie folgt:

• durch Ausbildungen können unterschiedliche Niveaus der beruflichen Qualifikation erworben werden. Von Teilqualifikationen bis hin zu hohen Abschlüssen. Die Dauer der Lehrzeit beträgt ein bis vier Jahre. Es gibt Unterschiede zwischen den Ländern, aber auch innerhalb der Länder, je nach Sektor und Ausbildungsstand.

• Auch die Vereinbarungen zwischen der Zeit am Arbeitsplatz und der Zeit in einer Ausbildungseinrichtung variieren. In einigen Ländern umfassen diese Regelungen Kurzzeit-Ausbildungszeiten am Arbeitsplatz (z. B. berufsqualifizierende Sekundarstufe II in Slowenien), während in anderen Ländern längere Ausbildungszeiten im Betrieb bestehen (z. B. Lehrstellen in Großbritannien).

• Die Vertragssysteme unterscheiden sich zwischen und innerhalb der Länder. Es kann (1) einen Vertrag zwischen dem Auszubildenden und der Ausbildungsfirma und / oder (2) einen Vertrag zwischen der Ausbildungsfirma und einer Ausbildungseinrichtung geben.

• Betriebliche Ausbildung als Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder der Bildungspolitik: In Spanien und Griechenland wird aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit besonders stark auf die Eingliederung junger Menschen in den Arbeitsmarkt gesetzt. Dennoch ist ein Ziel der Ausbildung in allen Ländern, den Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

 

Darüber hinaus wurde eine Unternehmensbefragung von 240 KMU in acht Partnerländern durchgeführt, um die Motivation für das Engagement von KMU in Ausbildungen, ihre Erfahrungen damit und ihren Unterstützungsbedarf zu untersuchen.

Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen (fast 3/4) hatte bereits Erfahrungen mit der betrieblichen Ausbildung.

Aus transnationaler Perspektive war die Hauptmotivation der Unternehmen für die Lehrlingsausbildung die Möglichkeit, die eigene Belegschaft entsprechend den Bedürfnissen des Unternehmens zu schulen und eine Strategie umzusetzen, sich langfristig mit Fachkräften auszustatten.

Für die Unternehmen, die noch nie Lehrstellen angeboten hatten, standen die formellen Voraussetzungen für die Gründung eines Ausbildungsunternehmens (HR, Bürokratie usw.) sowie mangelnde Zeit und andere geschäftliche Prioritäten im Vordergrund.

Interessanterweise war das Argument Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht ausschlaggebend dafür, dass keine Lehrlingsausbildung angeboten wurde. Vor allem Länder mit einer kurzen Ausbildungszeit berichteten über mangelnde Kenntnis des Rahmens für Lehrlingsausbildung und mangelnde Erfahrung (z. B. Griechenland, Spanien und Slowenien). In Polen sahen viele Unternehmen keinen Vorteil darin, Lehrstellen anzubieten.

In Bezug auf Unterstützungsdienstleistungen haben die Unternehmen eine ganze Reihe von Unterstützungsmaßnahmen als relevant identifiziert (z. B. Finanzierungsinformationen, Ausbildungsberatung, Unterstützung bei Einstellungsverfahren, Beratung), sofern diese speziell auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Obwohl die Ergebnisse keine länderspezifischen Muster zeigten, können die Bedürfnisse der Unternehmen auch von den institutionellen Rahmenbedingungen beeinflusst sein.

Die Unternehmen berichteten auch, dass die Unterstützung von den wichtigsten Institutionen kommen sollte, die für die Verwaltung des Ausbildungssystems verantwortlich sind.

In allen Ländern wollten die Unternehmen Unterstützungsdienstleistungen hauptsächlich erhalten von: (1) Arbeitgebervertretern, (2) Behörden auf nationaler, regionaler und örtlicher Ebene und (3) Ausbildungsorganisationen.

 

 

Um die vollständigen Ergebnisse der länderübergreifenden Erhebungen zu lesen, laden Sie den Bericht hier herunter: Download Bericht

The European Commission support for the production of this publication does not constitute an endorsement of the contents which reflects the views only of the authors, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.